Kurzbeschreibung ( Räucherwerk ): Anwendung, Verwendung und Rezepte für wohlriechendes Räucherwerk!

Beschreibung ( Räucherwerk )

Räucherwerk wird überall auf der Welt seit Menschengedenken verwendet. Die Herstellung und Verwendung von Räucherwerk ist neben religiösen, magischen und medizinischen Zwecken in erster Linie ein sinnliches Erlebnis, wobei insbesondere der Geruchsinn angesprochen wird. Der Geruchsinn kann als »Stiefsinn« bezeichnet werden, da er oft unterschätzt wird und weil er emotionale, unkontrollierbare, geradezu »tierische« Empfindungen weckt.
Was Menschen durch Erfahrungswissen bereits vor Jahrtausenden wußten, wird heute wissenschaftlich bestätigt. Gerüche üben einen wesentlichen Einfluß auf Entscheidungen, Reaktionen bzw. Handlungen des Menschen aus. Insbesondere das Gedächtnis ist evolutionsgeschichtlich sehr eng mit dem Geruchsinn verbunden. Der Mensch trifft so manche Entscheidung im Unterbewusstsein, gesteuert durch Sinne und Instinkte. Gerüche vermitteln ihm Informationen über Subjekte und Objekte, Räume, Orte, Ereignisse und verstärken Entscheidungsfindungen.
Doch wenn die oft unterschätzte Nase mitentscheidet, lassen sich dann Empfindungen, Meinungen, Entscheidungen und Handlungen durch Duftstoffe steuern? Finden Sie es selbt heraus!

Räucherwerk besteht meist aus einer Mischung von aromatischen Harzen und verschiedenen Kräutern. Manchmal werden auch ätherische Öle zugesetzt. Es gibt fertige Mischungen, aber auch Rezepte zum selbst herstellen (siehe Forum). Wer Erfahrung hat, kann auch selbst experimentieren.
Wie verräuchert man?
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Räucherwerk zu verbrennen. Jede Methode hat Vor- und Nachteile, so dass jeder selbst herausfinden muss, welche für ihn oder sie am geeignetsten ist.
Am einfachsten verbrennt man Räucherwerk im Freien über Feuer. Da sich der Duft aber schnell verflüchtigt und größere Mengen erforderlich sind, werden nur wenige Räuchermischungen auf diese Weise verbrannt.
Eine klassische Methode des Verräucherns findet auf Kohle statt. Heute gibt es spezielle selbstzündende Kohletabletten, die nur einmal angezündet werden müssen. Hierzu verwendet man eine Zange, mit der man die Kohle festhält oder man legt die Kohle in eine Räucherschale, die ausreichend mit Sand gefüllt ist (die Kohle wird sehr heiß):

Räucherwerk

Sobald die Kohle nicht mehr knistert und anfängt zu glühen, kann mit der Verräucherung begonnen werden. Hierzu verwendet man einen Räucherlöffel oder ein anderes Werkzeug, um das Räucherwerk auf die glühende Kohle zu legen:

Räucherwerk

Nun beginnt das Räucherwerk zu verbrennen und es gibt seinen aromatischen Duft frei:

Räucherwerk

Nach dem Räuchern sollte je nach Intensität gelüftet werden. Auch ist unbedingt darauf zu achten, dass die Räucherschale hitzbeständig ist und auf einer feuerfesten Unterlage steht. Brennendes Räucherwerk sollte immer beobachtet werden.
Der Nachteil dieser Methode liegt darin, dass die Kohle sehr heiß wird und das Räucherwerk sehr schnell verbrennt. Darum bevorzugen viele Räucherschalen mit Sieb oder höhenverstellbare Räucherstative. Da hier die Hitzezufuhr regelbar ist, kann die Dauer der Verräucherung individuell eingestellt werden.